Erntedank 2013

Erntedankfest 2013 am Solveigs-Hof

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28./29.09.2013

 Viel Aufregung vorher, großer Hausputz, Bangen, ob das Wetter mitspielt, Organisation und Delegation, Zeitplan und Einladungen erstellen usw...... so beginnt das Thema „Erntedank“.

Und dann läuft irgendwann der Countdown! Ein bisschen Herzklopfen und immer wieder Beruhigung: da helfen doch alle mit, die Nachbarn  bringen die herrlich gebundene Erntekrone aus allen Getreidearten, dann Tische und Stühle und Geschirr (Eigentum der Erntedankgemeinschaft) und wunderschöne, aus Nachbars Blumengarten gefertigte Blumengestecke und gute Gedanken – alles wird gut.

Tatsächlich... alles wird gut!!! Der Tag ist da, die Tenne sieht wunderbar herbstlich geschmückt aus, alles ist besorgt und erledigt, die große Tennentür geht auf und die vorher versammelte Nachbarschaft betritt unser Haus mit Lampions in den Händen und voller Erwartung. Wie immer begrüßen wir die „altehrwürdigen“, älteren Hofbesitzer der Nachbarhöfe, die entsprechende Verwandtschaft  und die nächste, bereits agierende Nachfolge-Generation. Die Kinder sind erst am nächsten Tag dran. Heute ist „Erwachsenen-Erntedank“. Wir kennen uns alle gut und freuen uns, dass es endlich mal wieder eine Gelegenheit gibt, gemeinsam zu feiern, Gedanken auszutauschen bei Bier und Saft und leckerem Schweinebraten mit Sauerkraut und frischem Brot. All dies ist gute Tradition und der alles läuft wie am Schnürchen. Natürlich wird auch gesungen und später werden Spiele zur allgemeinen Erheiterung angeboten. Mit Begeisterung werden Ratespiele aufgegriffen – z.B. wie viel Nüsse sind in diesem Sack? Erstaunen am Ende: bei jedem Fest ist Erna die Meisterin des Schätzens! 634 Nüsse waren im Sack und Erna hat 650 geraten !

Oder:  

Welcher Stadt, von alters her besungen, 
hat man eine Tonart aufgezwungen
und sie dadurch gänzlich profaniert?
Denn nun werden –ex-und importabel –
Sie verzehrt von Hamburg bis Neapel.
Einzeln waren beide profiliert
Und geschätzt von jedem Kunstverstand
Doch vereinigt – o wie penetrant!

Ergebnis:   Romadur

Am Ende des Fragebogens geht es darum, ein Gedicht aus vorgegebenen Worten zu dichten. Das war so phantasievoll und erfreulich, dass ich unbedingt ein paar Beispiele wiedergeben möchte:

1. Ein voller Erntewagen, fährt reichbeladen zum großen Fest.
Feldfrüchte am Wegesrand, Herbstgold in grauen Tagen;
Hoffnungs-Dank......als Rest.

2. Heute wollen wir Danke sagen, für die vielen Erntewagen.
Feiern dann ein fröhlich  Fest, dass ihr alle nicht vergesst.
Feldfrüchte brachten wir heim. Nun kann der Herbst hier ziehen ein.

3. Im Herbst Feldfrüchte wir einbringen;
der Wagen rollt zum großen Fest!
Zum Dank wir frohe Lieder singen!
Die Ernte war zum Allerbest!

4. Der Herbst ist da!
Feldfrüchte auf dem Wagen, das Korn liegt in der Scheun.
Und ist die Ernte gelungen, so können wir uns freun.
Wir sagen Dank dem Schöpfer und feiern heut ein Fest,
weil sich’s in dieser Diele so prima feiern lässt.

So schön! Wer die Dichter waren, konnte ich am Ende nicht mehr rekonstruieren.

Aber vielen Dank – schöner könnten die Worte zu diesem Fest nicht sein.

 

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